Wie arbeiten wir bei HERMINE e.V.?

Nachhaltigkeit

HERMINE legt großen Wert auf das Thema Nachhaltigkeit und setzt dies Tag für Tag bestmöglich um: Indem unsere Hilfslieferungen größtenteils aus Spenden privaten Ursprungs stammen, tragen wir zur Verlängerung der Lebensdauer unzähliger Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände wie Zelte, Schlafsäcke, Decken oder Schuhe bei. Des Weiteren ist es für uns selbstverständlich, vorrangig mit Unternehmen zu arbeiten, welche eine gleichartige Grundhaltung besitzen und möglichst nachhaltig und fair agieren. 

Nachhaltigkeit bezieht sich nicht nur auf die Nutzung von Ressourcen im Sinne des Umweltschutzes, sondern bedeutet auch, langfristige Partnerschaften aufzubauen. Hierzu gehören sowohl Partnerorganisationen, die wir mit unserer Arbeit unterstützen, als auch Kooperationspartner, mit denen wir gemeinsam Geflüchtetenhilfe leisten wollen. 

 

Was passiert mit Deiner Sachspende?

1. Annahme Deiner Spende

An dauerhaft bestehenden Brennpunkten in Europa kommt es regelmäßig zu Versorgungsengpässen. Gleichzeitig sind viele Menschen bereit, Hilfsgüter zu spenden. HERMINE schafft die notwendigen Infrastrukturen, um die Spenden von A nach B zu bringen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Letztere beginnt bereits mit der Annahme Deiner Spende. 

Indem wir diese Sortieren und zur Weiterverwendung in unterschiedliche Geflüchtetencamps senden, verlängern wir gemeinsam mit Dir die Lebenszeit jedes einzelnen gespendeten Kleidungsstücks und bezwecken dadurch die Einsparung von Ressourcen, welche beispielsweise bei der Produktion neuer Kleidung benötigt werden würden. 

 

2. Sortieren, kontrollieren und verpacken der Spenden

Damit die Organisationen vor Ort die Hilfsgüter schnellstmöglich an Menschen verteilen können, hat HERMINE ein strukturiertes Sortiersystem etabliert. Die gespendeten Hilfsgüter werden sorgfältig von uns geprüft, sortiert, verpackt und anschließend versandbereit gelagert. Dadurch wird ein kontinuierlicher Vorrat an Hilfsgütern aufgebaut, der es uns ermöglicht, adäquat und bedarfsorientiert auf humanitäre Notsituationen zu reagieren.

Worauf wir beim Sortieren achten: Die gespendete Kleidung sortieren wir zum einen nach Größe und zum anderen unterscheiden wir, ob Kleidung ausschließlich von Jungen/Männern bzw. Mädchen/Frauen getragen oder als Unisex Kleidungsstück eingeordnet werden kann. Vereinzelt finden sich gespendete Teile, die nicht zweckmäßig sind, z.B. wenn sie aus einem Material bestehen, welches den Tragekomfort einschränkt oder so geschnitten sind, dass sie von den Menschen in den Brennpunkten nicht getragen werden würden. Dazu gehören beispielsweise Lederhosen, Trachten, Korsetts etc. Sind diese allerdings noch tragbar, spenden wir sie an eine lokale Stelle in Würzburg. Die sortierte Kleidung wird in Kartons gepackt und bis zur Weiterverwendung in unserer Halle gelagert. 

 

3. Europaweite Vernetzung mit anderen Hilfsorganisationen

Um bestehende Versorgungsengpässe frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenwirken zu können, ist es wichtig, im ständigen Austausch mit großen sowie kleinen Hilfsorganisationen zu stehen. Hierzu haben wir eine Informationszentrale eingerichtet, die sich europaweit mit Organisationen der europäischen Flüchtlingshilfe vernetzt und Informationen über aktuelle Ereignisse und Zustände sammelt. So können wir auf eintretende Notsituationen zeitnah reagieren, in dem wir eine Hilfslieferung vorbereiten und entsenden. 

 

4. Entsenden der benötigten Hilfsgüter

Wir beliefern Hilfsorganisationen an den europäischen Außengrenzen sowie innerhalb der Europäischen Union in regelmäßigen Abständen mit Hilfsgütern. Dank unserer Lagerhalle und eingespielten Strukturen können wir innerhalb kürzester Zeit Menschen mit notwendigen Hilfsgütern versorgen.

Hilfsfahrten

Wir organisieren und führen regelmäßig Hilfsfahrten durch. Das bedeutet, dass unsere freiwilligen Helfer*innen direkt vor Ort mit anpacken. Unser Ziel ist es, Menschen in Notlagen durch humanitäre Arbeit bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig effektiv gegen die Gründe der Notlagen, wie z.B. Fluchtursachen vorzugehen. Auch hier versuchen wir den Gedanken der Nachhaltigkeit so gut es geht fortzuführen, indem wir durch die aktive Mitarbeit lokale Organisationen unterstützen und versuchen diese zu entlasten. Der Fokus unserer Hilfsfahrten liegt vor allem auf der Geflüchtetenhilfe an den EU-Außengrenzen. Wichtig ist uns hierbei die klare Abgrenzung zu jeglicher Form des “Voluntourism”, dem Verständnis von Betroffenenarbeit als eigenes Abenteuer im Ausland, sowie “white saviorism” (weiße*r Retter*in).

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